Bhuta: Die fühlbare Materie
Im Shakta Tantra ist adäquat mit den Sinnensobjekten (bhuta) und den durch sie hervorgerufenen Eindrücken zu beginnen. Dabei geht man davon aus, dass jeder Mensch durch die fühlbare Materie auf fünferlei Weise beeindruckt wird. Das bedeutet, dass die fühlbare Materie fünf Erscheinungsformen hat.
Sinnesobjekte (bhuta) lösen in einem Menschen Sinnesempfindungen wie folgt aus:
- das Hören
- das Fühlen
- das Sehen
- das Schmecken
- das Riechen
Aber was sind diese Bhutas (Sanskrit: भूत – wörtlich: reale Welt), die unsere Indriyas (Sanskrit: इन्द्रिय- wörtlich: Sinnesorgan) beeindrucken? Die Bhutas sind folgende:
Bhutas (Sinnesorgane)
- Shabda (Sanskrit: शब्द – wörtlich: Klang)
- Sparsha (Sanskrit: स्पर्श – wörtlich: Berührung)
- Rupa (Sanskrit: रूप – wörtlich: Farbe u. Form)
- Rasa (Sanskrit: रस – wörtlich: Geschmack)
- Gandha (Sanskrit: गन्ध – wörtlich: Geruch)
Diese Sinnesempfindungen, die durch Bhutas (Sinnesobjekte) hervorgerufen werden, erfährt man über Bahyakarana ( Bahya auf Sanskrit: बाह्य – wörtlich: äußerlich; Karana auf Sanskrit: करण – wörtlich: Instrument, Werkzeug) bzw. über Indriya (Sinnesorgane). Die Bahyakarana (Außenwerkzeuge) sind folgende:
Bahyakarana (Außenwerkzeuge)
- Das physische Ohr
- Die physische Haut
- Das physische Auge
- Die physische Zunge
- Die physische Nase
Sinnliche Wahrnehmung existiert aber einzig und allein hinsichtlich spezieller Objekte und wird auch nur in ihren Reizunterschieden perzipiert!
Eine kurze Übung:
Setzen Sie sich vor einer Blume hin. Atmen Sie langsam und tief durch die Nase ein, während Sie versuchen den Geruch über die Nase wahrzunehmen. Atmen Sie jetzt aus, während Sie Ashwini-Mudra (Ashwinimudra besteht aus dem abwechselnd sich wiederholenden Anspannen und Entspannen des Analmuskels bzw. den Afterschließmuskel) ausüben. Wiederholen Sie diese Übung 3 bis 7 Mal.
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